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Menschenrechte

Sudan: Christlichen Konvertiten droht die Todesstrafe

12.07.2022

Sudanesische Flagge. Bild: pixabay
Sudanesische Flagge. Bild: pixabay

Darfur (IDEA) – Im Sudan droht vier christlichen Konvertiten die Todesstrafe. Das berichtet die christliche Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity Worldwide (Christliche Solidarität Weltweit/CSW) mit Sitz in London.

Die Männer seien am 28. Juni in Darfur im Westsudan festgenommen worden. Sie seien Mitgründer einer vom Ministerium für Führung und religiöse Stiftungen genehmigten Kirche. Ihren Rechtsanwälten wurde mitgeteilt, dass sie wegen Abfalls vom Islam angeklagt werden sollen, worauf die Todesstrafe stehe. In einem Verhör seien die Männer aufgefordert worden, dem christlichen Glauben abzuschwören. Außerdem sollten sie sich verpflichten nicht zu beten, ihren Glauben nicht weiterzugeben oder in irgendeiner Weise zu zeigen, dass sie Christen sind. Sie hätten sich geweigert.

In der Haft seien sie unmenschlich und erniedrigend behandelt worden. Zurzeit seien sie gegen Kaution auf freiem Fuß. 2020 hatte die damalige zivile Regierung des Landes das Gesetz abgeschafft, das für Abfall vom Islam die Todesstrafe vorsah. Nach dem Militärputsch im Oktober 2021 werde es offenbar wieder angewendet, erklärte CSW. Von den über 43 Millionen Einwohnern des Sudan sind 97 Prozent Muslime und drei Prozent Christen.

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