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EKD für kritischen Umgang mit der Fußball-WM in Katar

28.09.2022

Im Heft mit dem Titel „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“, macht die EKD Vorschläge zur Gestaltung der Adventssonntage. Foto: ekd.de
Im Heft mit dem Titel „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“, macht die EKD Vorschläge zur Gestaltung der Adventssonntage. Foto: ekd.de

Hannover (IDEA) – Die Evangelische Kirche in Deutschland möchte ihre Gemeinden, Werke und Verbände dazu anleiten, sich kritisch mit der Fußballweltmeisterschaft in Katar auseinanderzusetzen. Dazu haben der Sportbeauftragte der EKD, Präses Thorsten Latzel (Düsseldorf), und sein Vorgänger im Amt, Kirchenpräsident Volker Jung (Darmstadt), gemeinsam eine Broschüre herausgegeben.

Das sportliche Großereignis in dem Wüstenstaat, das vom 20. November bis 18. Dezember stattfinden wird, ist unter anderem wegen der dortigen Verletzungen der Menschenrechte umstritten. Die Anziehungskraft werde trotz allem groß sein, schreiben die beiden Theologen. Daher sei es gut, sich aktiv mit der Situation zu beschäftigen, „weil dies unserem ökumenischen und ethischen Glaubensverständnis entspricht“.

Im Heft mit dem Titel „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“ gibt es auf 36 Seiten Anregungen, wie man die Gottesdienste an den vier Adventssonntagen gestalten kann und dabei kritische Fragen mit einfließen lässt.

Des Weiteren formulieren die verschiedenen Autoren aus Kirche und Sport Ideen für Gemeindeabende. Sie empfehlen etwa, die Übertragungen gemeinsam zu schauen und in der Halbzeit eine Minute zu schweigen für die in Katar beim Bau der Stadien verstorbenen Arbeitsmigranten. Weitere Tipps: Diskussionsrunden mit lokalen Fußballern und Politikern, eigene Fußballturniere sowie Weihnachtssingen in der örtlichen Sportstätte.

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